350 Jahre der Stadt Rakoniewice

An einem ganz besonderen Jubiläum durfte in diesem Jahr eine Delegation der Samtgemeinde Flotwedel in unserer Partnerstadt in Polen teilnehmen. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie geladenen Gästen feierte Rakoniewice die vor 350 Jahren verliehenen Stadtrechte. Eine Delegation vertrat die Samtgemeinde in der Zeit vom 22.-25.Juni 2012 bei diesem Fest. Neben Samtgemeindebürgermeister Helfried H. Pohndorf nahmen auch Vertreter des Rates und des Freundeskreises Rakoniewice-Flotwedel an den Feierlichkeiten teil.
Im Laufe des Freitag Nachmittages trafen die ausländischen Delegationen in Rakoniewice ein. Vertreter der Partnergemeinden aus Litauen, Russland und Dänemark wurden gemeinsam mit uns in einem zentrumsnahen Hotel untergebracht. So war es auch für alle Teilnehmer recht einfach miteinander schnell und ungezwungen ins Gespräch zu kommen.
Abends lud uns der Ortsbürgermeister des Dorfes Wioska, einer Mitgliedsgemeinde von Rakoniewice, Bogdan Schulz, ein. Dort wurden wir zunächst vom Gastgeber und dem Bürgermeister von Rakoniewice, Herrn Gerard Tomiak, herzlichst begrüßt. Nach einem gemeinsamen Essen verfolgten die Gäste das Viertelfinalspiel zwischen Deutschland und Griechenland. Zusammen mit uns bejubelten auch die anderen Gäste den Sieg der deutschen Mannschaft.

Gerard Tomiak Bürgermeister von Rakoniewice mit der „Zeitkapsel“ zum 350 jährigen Jubiläum der Stadt Rakoniewice.

Am Samstag, wurde das offizielle Fest mit einem feierlichen Gottesdienst in de Pfarrkirche eingeleitet. Nach dem Gottesdienst zog die gesamte Parade feierlich zur neuen Turnhalle, wo eine außerordentliche Sitzung des Rates der Stadt Rakoniewice abgehalten wurde. Festliche Ansprachen des Bürgermeisters und der geladenen Gäste waren genauso Bestandteil wie auch ein historischer Rückblick in die Geschichte von Rakoniewice. Im Anschluss ging es in einem Umzug weiter Richtung Marktplatz, dort wurde anlässlich des Jubiläums eine Zeitkapsel, die unter anderem eine Zeitung, Geldstücke und die Festschrift enthält im Boden versenkt. Diese Zeitkapsel soll erst wieder beim nächsten großen Jubiläum im Jahr 2062 geöffnet werden und an diesen besonderen Tag erinnern.
Am Nachmittag ging es dann in den Park von Rakoniewice, wo wir bei strahlendem Sonnenschein gemeinsam mit zahlreichen Besuchern Konzerte und Veranstaltungen genießen konnten. Den krönenden Abschluss bildete am späten Abend dann ein buntes Feuerwerk mit anschließenden Tanzvergnügen.
Am Sonntag nahm Samtgemeindebürgermeister Pohndorf an der feierlichen Enthüllung einer Gedenktafel auf einem ehemaligen deutschen, evangelischen Friedhof in Rakoniewice teil. Initiatoren dieser Aktion waren Mitglieder des Heimatkreises Wollstein, die ihre Wurzeln in dieser Gegend haben. Unterstützt und begleitet wurde diese Maßnahme durch den Bürgermeister von Rakoniewice, Gerard Tomiak. Mit dem Vorsitzenden der Gruppe, Herrn Horst Eckert, konnte Pohndorf nach dem sehr emotionalen Akt noch einige Gedanken austauschen. Viele Deutsche haben in den Kriegswirren im Kreis Uelzen eine neue Heimat gefunden.
Die übrigen Teilnehmer und die anderen Delegationen fuhren gleich nach dem Frühstück in das ca. 50 km entfernte Posen. Hier wurde im September 2010 das erste EM-Stadion für die EURO 2012 in Polen und der Ukraine eröffnet. Wir konnten das imposante Bauwerk von außen bewundern. In der Nähe von Posen fuhren wir am Lager der Portugiesen vorbei. Einen Blick auf Ronaldo konnten wir aber leider nicht werfen. Die historische Altstadt von Posen bietet jedoch auch eine Menge an Sehenswürdigkeiten, bunte Häuser, einen schöner Marktplatz und ein imposantes Rathaus auf dem zwei Ziegenböcke täglich um 12 Uhr zum Kampf antreten, sind nur einige der vielen Attraktionen.
Am Abend wurde es noch einmal offiziell. Bei einem gemeinsamen Abendessen mit den anderen ausländischen Delegationen bedankten sich der Gastgeber und die Gäste und tauschten Kontaktdaten und Gedanken aus. Dabei beeindruckte besonders die russische Delegation mit ihren Sangeskünsten.
Am Montag nach dem Frühstück erwartete unsere Delegation eine letzte Station vor der Heimreise. Im Kindergarten „Krasnala Halabaly“ in Rakoniwiece wurde unser diesjähriges Geschenk bereits aufgebaut und wartete auf eine gebührende Einweihung. Das Wipp-Gerät in Form eines Motorrades sorgte für viel Begeisterung bei den Kindern. Sie bedankten sich dann auch prompt mit einem traditionellem Tanz und der Kindergartenhymne. Da ließen es sich die mitfahrenden Ratsmitglieder Karl-Heinz Pickel und Klaus-Jürgen Schaper nicht zweimal bitten und schmetterten das Lied „Auf der Lüneburger Heide…“, so dass die Kinder und Erzieherinnen beeindruckt applaudierten.
Nach dieser gelungenen Übergabe verabschiedeten wir uns von den Kindern und den Erzieherinnen.

Samtgemeindebürgermeister Pohndorf übergibt das Geschenk an den Kindergarten in Rakoniewice.

I.A.
G. Müller

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